MU 無

Bereits mit ihrer Band THE BLECH hatten Hubl Greiner und Rupert Volz als kulturelle Botschafter das Publikum weltweit in ihre musikalischen Klangwelten entführt. Jetzt, 20 Jahre später arbeiten die Beiden erneut an einem gemeinsamen Projekt.

Greiner, Volz

MU 無 ist ein Begriff, der in der japanischen Philosophie für die Leere des Geistes steht. Im Zustand MU 無 wird versucht, den Geist von Gedanken und Emotionen zu leeren. Priester Jōshū stellte einem Mönch folgende Frage: Hat ein Hund Buddha-Natur? Jōshū antwortete: MU 無. Wenn man alle Standpunkte in Betracht zieht, schließt sich keine Möglichkeit aus.

Unter diesem Namen MU 無  fabrizieren sie in ihrem Klanglabor eine Musik, bei der es um das Sichzeitlassen geht. In ihren Tracks spielen sie mit der gewohnten zeitlichen Wahrnehmung. Sie reduzieren die dynamischen Energien auf ein Minimum und komponieren dabei eine Musik, die sich leise entwickelt oder lange an einem Ort verweilt.

„Wir sind in ein Raumschiff gestiegen und zum Mond und den Sternen geflogen, weit über die Milchstraße hinaus, in den unendlichen Raum. Wir haben erlebt, wie Erde, Mond und Sonne immer kleiner werden – zu winzigen Punkten, die vor sich hinflimmern. Wir haben uns Zeit genommen und die Einfachheit gesucht. Wir durften uns, einem Schamanen gleich, auf die tiefe Alchemie des Klanges besinnen – wir haben die Erinnerungen an die sich zerfleischenden Menschen, die Schreihälse, die Leistungsideologen, die Konsumisten, die zerfallenden Gesellschaften mit den Ohren eines Neugeborenen in Klänge verwandelt – ohne sinntragende Worte – mit fiktiven Lautmalereien, welche die Sprache in einen Bereich führen, in dem Bedeutung in Musik übergeht und die Stimme zum reinen Klanginstrument wird.“ Hubl Greiner

 

HUBL GREINER
Drums, Gongs, Strings, Electronics, Field Recording

Hubl

Hubl Greiner ist ein musikalischer Grenzgänger, der sich mit Lust über den Abgrund beugt und manchmal auch weiter. Neben „HULU PROJECT“ kennt man ihn vor allem als ehemaligen Kopf der deutschen Kult-Band „THE BLECH“, sowie als Produzent zahlloser Acts und Projekte. Er hat sich über die Grenzen Deutschlands hinaus einen Namen als unkonventioneller, innovativer und experimentierfreudiger Musiker, Komponist und Filmemacher gemacht.

Inspiriert durch die musikalische Subkultur abseits des Mainstreams begann er Anfang der 1970er Jahre Schlagzeug und Bass zu spielen. Seine Einflüsse führen auf Bayerische Volksmusik, Jazz, Rock, Punk, Klangkunst und Neue Musik zurück.

Durch das Zusammentreffen mit anderen Musikern haben sich für Hubl neue Horizonte geöffnet. Prägend waren dabei vor allem die Begegnungen mit den Jazz- und Avantgardemusikern der europäischen „Rock in Opposition“ Szene, den Musikern des unabhängigen Musikernetzwerks „Schneeball“, den Yoruba-Trommlern aus Nigeria, nordamerikanischen Indianern (Navajos, Northern Tutchones, Lakotas, Cherokees und O’odhams), Musikern aus dem asiatischen Kulturkreis, Underground-Musikern aus dem früheren Ostblock, Hip Hop Künstlern aus Frankreich, der einzigartigen Iva Bittová, dem sudanesischen Sufi Mohamed Badawi, dem legendären südindischen Tavil-Meister Paramashivam Pillai und der ebenso legendären schamanistischen Sängerin Stepanida Borisova aus Sibirien.

Hubl erhält internationale Auszeichnungen und tourt als Musiker durch West- und Osteuropa, Nord- und Südamerika, Kanada, Japan, Sakha/Sibirien, Russland, Sudan, Ägypten, Libanon, Kuba, Island, Estland. Er wirkt bei ca. 65 CDs als Musiker, Komponist und Produzent mit und veröffentlicht 7 Dokumentarfilme als Regisseur.

«…a devil-of-a-fellow and probably one of the most creative producers and musicians in his profession in Europe.»
Ear Magazine, New York

«Already climbing the World Music charts in Europe, it’s sure to become a classic in the experimental sub-genre. TranceSiberia breaks barriers most musicians wouldn’t even consider, let alone ponder. A must have.»
Folk-tales, Portland, USA

… versorgt den breiten Arsch der Bürger mit Pfeffer.
Radio Spazio Uno / Neapel

RUPERT VOLZ
Vocals, Harmonium

Rupert Volz

Bereits als 4-jähriger gerät Rupert Volz in den Bann der Musik. Er sang schon früh in einem Knabenchor und spielte Gitarre und Trompete in der elterlichen Gastwirtschaft. Nach einer Lehre als Steinmetz und Steinbildhauer gründet er zusammen mit Hubl Greiner die Kult-Band „THE BLECH“, mit der beide 15 Jahre lang rund um den Globus spielen.

Der charismatische Sänger befreit sich früh von den Fesseln der populären Musikgenres. In seinem musikalischen Werk, das seine Persönlichkeit authentisch widerspiegelt, hat er einen ureigenen Ausdruck gefunden. Seit über 20 Jahren erforscht er zudem spirituelle und heilende Aspekte in der Musik, wie sie von tibetischen und japanischen Mönchen und sibirischen Schamanen praktiziert werden.

„Rupert Volz‘ Stärken liegen in der vitalen Verkörperung des musikalischen Konzeptes und im spontanen Ausdruck. Seine virtuosen stimmlichen Kapriolen und sein unverwechselbarer Obertongesang versetzten selbst Uninteressierte in Erstaunen. Rupert Volz, steht für eine der stärksten Musikerpersönlichkeiten in den 80er Jahren.“ FAZ

GASTMUSIKER

Mehrzad Azamikia
Kemençe

Mehrzad ist ein Meister auf der Kemençe. Er beherrscht die traditionellen Spielweisen der persischen Maqam-Musik und ist immer auf der Suche nach musikalischem Austausch mit internationalen Kollegen aus dem Jazz- und Klassiklager. Mehrzad lebt in Isfahan im Iran.

Paul Amrod
Piano

Als Jugendlicher sang Paul Amrod im Chor unter der Leitung von Leornard Bernstein. Später absolvierte er sein Meisterdiplom mit Schwerpunkt Komposition an der berühmten Juilliard School in New York. Er war viele Jahre als Pianist in der New Yorker Jazzszene tätig und spielte mit Janis Joplin, The Paul Butterfield Blues Band, NRBQ, Fred Wesley, Pee Wee Ellis, Maceo Parker etc.

Thomas Maos
Gitarre, Dobro

Thomas Maos ist ein deutsch-zypriotischer Gitarrist, Performer und Komponist. Er leitete das New Improviser Ensemble Tübingen, gründete die Rockband DEAD POETS und das internationale Festival Creative Arts and Music Project (CAMP). Neben Solokonzerten spielt Maos mit Musikern wie Elliott Sharp, Saadet Türköz, Joseph Klammer oder Mark Kysela.

Sandip Chatterjee
Santoor

Sandip Chatterjee gilt in Indien als eines der großen Talente der neuen Generation auf dem Santoor. Seine Ragas, die vor allem auf Improvisationen basieren, haben einen ureigenen Stil. 1986 gewann Sandip den ersten Platz beim „Best Instrumentalist Award“ in Neu Delhi und 1990 den „President of India Award“.

Florian Schiertz
Tablas

Florian Schiertz absolvierte sein Masterstudium in nordindischer klassischer Musik als Konzertsolist für Tabla. Er ist als Tablaspieler in Europa und Indien tätig.

Klaus Bru
C-Melodie-Sax

Klaus Bru ist wohl der einzige international agierende Saxophonist, der ausschließlich C-Saxophone spielt. Er ist vor allem ein Improvisator, der mit großem Einfühlungsvermögen und ohne Scheuklappen musiziert. Bru arbeitete mit Mac Ribot, Sunny Murray, Alison Blunt, Steve Beresford, Fritz Novotny, Phelan Burgoyne, JP Carter, Anthony Coleman, Jojo Mayer, Lukas Ligeti u.v.a. Mit dem Ensemble „Ka Dao Yin“ erhielt er in Taipai den „Taiwan Grammy“ (Golden Melody Award for Traditional Arts). Seit 2014 lebt er in London.

Helmut Bieler-Wendt
Violine, Bariton Violectra

www.the-blech.com/helmut-bieler-wendt/

Matthias Krüger
Double Bass

www.klangraum.de/matthias-krueger.html

Weitere Infos zu MU 無

MU 無 Gongkonzerte
MU 無 Konzerte in absoluter Dunkelheit