Gudrun und das Meer | Eine Geschichte aus Island

Autorenfilm von Claudia Knupfer und Hubl Greiner

1949 herrscht Frauenmangel auf Islands Bauernhöfen. Zum Einen verlassen viele Frauen das Land nach dem Krieg an der Seite eines amerikanischen Soldaten, welche dort stationiert waren – zum Anderen ziehen junge bildungshungrige Frauen nach Reykjavik. Zur selben Zeit leben im zerstörten Nachkriegsdeutschland viele junge Frauen, häufig Flüchtlinge aus den ehemaligen Ostgebieten, unter sehr schlechten Bedingungen und ohne Zukunftsperspektive. Island warb deshalb gezielt junge deutsche Frauen als gut bezahlte Arbeitskräfte an. Über 300 junge Frauen machen sich auf den Weg, um für ein Jahr in isländischen Haushalten oder in der Landwirtschaft zu arbeiten. Viele bleiben für immer. So auch Gudrun, die vor ihren eigenen Erinnerungen an Krieg und Gewalt nach Island flieht und dort eine neue Heimat findet. Ihre Schwester Lisbeth bleibt in Deutschland.

6o Jahre später übergibt Lisbeth ihrer Tochter eine Handvoll Briefe und fordert sie auf, den Spuren der längst verstorbenen Gudrun nachzugehen. Damit beginnt für die skeptische Tochter eine spannende Reise in ein faszinierendes Land und in die Vergangenheit ihrer Familie.


MITWIRKENDE:
DIE REISENDE – Claudia Knupfer
SPRECHERINNEN – Claudia Knupfer, Lisa Schlegel
TEXTE & IDEE – Claudia Knupfer
REGIE – Hubl Greiner
DREHBUCH – Claudia Knupfer
KAMERA – Hubl Greiner, Bernd Seidel
PRODUKTION – Bernd Seidel
MUSIK – Hubl Greiner, Helmut Bieler-Wendt, Klangraum Mainz (Martin Wester),
Paul Amrod – Klavier, Klaus Bru – Sax, Sigi Bitzer – Gitarre

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