WHY DO GERMANS LOVE THE BLUES?
Was verbindet die Deutschen mit dem Blues?
Ein Film von Tino Gonzales, Micha Klinksik und Hubl Greiner
Dauer: 69 Minuten
© 3dudes.production 2016
Why Do Germans Love the Blues?
**Why Do Germans Love the Blues?** ist ein atmosphärisch dichter Dokumentarfilm zwischen Roadmovie, Musikessay und kultureller Spurensuche – entstanden zur Eröffnung des Blues Festivals 2016 in Freiburg unter der Regie von Tino Gonzales, Hubl Greiner und Michael Klinksik.
Ein Musiker aus Chicago, der legendären Wiege des Blues, begibt sich auf eine Reise quer durch Deutschland. Was als musikalische Entdeckungstour beginnt, entwickelt sich schnell zu einer vielschichtigen Begegnung mit einem Land, das sich eine ursprünglich afroamerikanische Musik auf überraschend intensive Weise angeeignet hat.
Unterwegs trifft er auf Menschen, Orte und Geschichten, die ein widersprüchliches, lebendiges Bild von Deutschland zeichnen. Er begegnet prägenden Stimmen der deutschen Blues-Szene wie Abi Wallenstein, Axel Zwingenberger, Christian Rannenberg, Angela Brown, Tommy Harris, Simon Oslender, Williams „Wetsox“ Fändrich, Paul Amrod oder Kai Strauss. Sie erzählen von ihrer persönlichen Verbindung zum Blues – und davon, warum diese Musik gerade in Deutschland Wurzeln geschlagen hat.
Der Film öffnet aber auch einen Raum für größere Fragen: nach kultureller Identität, nach Aneignung und Zugehörigkeit, nach Geschichte und Gegenwart. Immer wieder tauchen politische und gesellschaftliche Spannungen auf – insbesondere die Themen Flucht und Vertreibung, die im Deutschland des Jahres 2016 eine neue, drängende Realität darstellen. So wird der Blues selbst zu einer Art Resonanzraum für Erfahrungen von Verlust, Sehnsucht und Hoffnung.
**Why Do Germans Love the Blues?** ist damit nicht nur eine musikalische Reise, sondern ein vielschichtiges Zeitdokument – über ein Land im Wandel und über eine Musik, die Grenzen überschreitet und dabei immer neue Bedeutungen annimmt.
Premiere: Donnerstag, 27.10.16 in der Wodanhalle
Blues’n’Roots Festival Freiburg 2016
Regie: Tino Gonzales, Micha Klinksik, Hubl Greiner
Kamera, Ton, Schnitt: Micha Klinksik, Hubl Greiner
Musik: Williams „Wetsox“ Fändrich, Chris Rannenberg, Abi Wallenstein, Tino Gonzales, Angela Brown, Tommy Harris, Axel Zwingenberger, Kai Strauss, Simon Oslender, Helmut Bieler-Wendt, Hubl Greiner
Sprecher: Gunnar Schmidt
Redaktion des übersetzten Off-Kommentars: Claudia Knupfer
Mit: Williams „Wetsox“ Fändrich, Chris Rannenberg, Abi Wallenstein, Angela Brown, Tommy Harris, Axel Zwingenberger, Kai Strauss, Simon Oslender, Paul Amrod, Reinhard Lorenz, Hans von Sponeck, Ulrich Rützel, Dieter Übler
Herzlichen Dank an: Stephan Lamby, Rainer Trendelenburg und der Freiburg Blues Association, Bernd Fahle, Hermann Sumser und dem Freiburg Blues&Roots Festival Komitee, Petra Gehrmann von Métisse Music Paris
© 3dudes.production 2016
This film is dedicated to every Bluesman and Blues Woman who ever picked up an instrument or used their voice to play and sing the pain or joy that was in their hearts and souls
Michael Klinksik
Regie, Konzeption, Kamera, Ton, Schnitt
Michael Klinksik studierte in den 1980ern Psychologie an der Ruhruniversität Bochum. Später arbeitete er an der Hochschule für Film und Fernsehen in München an diversen Filmprojekten in unterschiedlichen Funktionen mit. 1986 erhält er die Bayerische Drehbuchförderung. Als freier Regisseur, Autor, Ton- und Kameramann war er für über 50 Produktionen (Features, szenische Produktionen, Studioproduktionen, Dokumentationen) beim Deutschen Fernsehen verantwortlich. Im Jahr 2000 gründete er seine eigene Filmproduktionsfirma f3m. 2012 reiste er als Fotograf und Kameramann mit dem FC Bayern München nach China. In den letzten Jahren setzte er über 60 Filme für MedienLB um – einige davon wurden von der Medienkommission Baden-Württemberg ausgezeichnet.
Tino Gonzales
Regie, Konzeption
B.B. King meinte: Tino Gonzales ist ein „lateinamerikanisches Juwel“ und Carlos Santana zählt ihn zu seinen Lieblingsmusikern. Der Gitarrist, Sänger und Komponist wurde in Mexiko geboren und emigrierte in jungen Jahren in die USA, wo er mitten in der Southside Chicagos, dem Zentrum des Blues, aufwuchs. Im Alter von 7 Jahren nahm ihn sein Vater zu einem Blueskonzert von John Littlejohn mit und das hatte Folgen: Im Alter von 20 Jahren stand Tino Gonzales gemeinsam mit John Littlejohn auf der Bühne. Er war Bandmitglied von B.B. King, Ben E. King, Robert Cray, Etta James, Freddie Hubbard, Willie Nelson und langjähriger Gitarrist von Earth Wind & Fire. Engagiert und hochpolitisch setzt sich Tino für Frieden, Menschlichkeit, Gleichheit und den Schutz der Natur ein.
Hubl Greiner
Regie, Konzeption, Kamera, Ton, Schnitt
Hubl Greiner ist Musiker, Klangforscher, Komponist, Produzent, Filmemacher und Fotograf. Er gilt als innovativer, experimentierfreudiger Künstler, der sich mit Lust über den Abgrund beugt – und manchmal auch weiter. Bekannt wurde er vor allem als Kopf der deutschen Kultband THE BLECH sowie als Produzent zahlreicher Acts und Projekte. Bis heute bringt er neue musikalische Formate auf die Bühne. Als Filmemacher richtet er den Blick auf das Unspektakuläre – auf das, was oft übersehen wird. Ihn interessieren keine fertigen Antworten, sondern Brüche, Zwischenräume und leise Verschiebungen. Mit einem feinen Gespür für Nähe gelingt es ihm, intime und authentische Momente sichtbar zu machen.