Foto: Holger Edmaier, 2018

Was passiert, wenn wir das Zeitgefüge dehnen? Wenn wir 10 Sekunden Bachmusik auf eine Stunde dehnen? Wenn wir mit diesem Bach-Klang kompositorisch und improvisatorisch umgehen?

10 Sekunden Bach-Klang als langer Nachhall eines kurzen Moments – als langer Nachhall der Geschichte. Wir drücken die Pausentaste und bewegen uns in der stillstehenden Geschichte.

Was passiert, wenn wir den Bach-Klang mit dem OM, dem transzendenten Urklang, aus dessen Vibrationen nach hinduistischem und buddhistischem Verständnis das gesamte Universum entstand, verschmelzen und an den Rand der Stille gehen?

60 Minuten Zeit, um innezuhalten und nachzudenken. 60 Minuten, in denen es nur ein Drinnen gibt, kein Davor und kein Danach.

Was passiert, wenn der Bach-Klang Teil des Lärms des 21. Jahrhunderts wird? Wenn er zum Kommentar der ständigen akustischen Betäubung in unserem Alltag wird, in dem Musik meist nur aus kommerziellen Gründen gespielt wird und der Zwang zur Wirtschaftlichkeit es geradezu verbietet, Musik aus künstlerischen oder sozialen Gründen aufzuführen und zu publizieren.

MAUL HALTEN!
Konzert auf dem Bach Fest Tübingen
am 5. Oktober 2018

Silvia Pfändner GESANG, SCHAUSPIEL
Thomas Maos GITARRE, ELEKTRONIK
Hubl Greiner GONGS, SCHLAGWERK, LAPTOP

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