PIQSIQ

Inuit throat singinging

„Kayley Inuksuk Mackay and Tiffany Kuliktana Ayalik are Inuit style throat singers performing ancient traditional songs and eerie new compositions.“

 

Kanada

Foto: Hubl Greiner / Territorium Nunavut, Kanada

 

Duo PIQSIQ

Die Inuit-Frauen Tiffany Kuliktana Ayalik und Kayley Inuksuk Mackay haben vor über 20 Jahren das Throat Singing Duo PIQSIQ gegründet, dessen Stil von der Dunkelheit und der eindringlichen Schönheit des Nordens geprägt ist. Sie verbinden die alten traditionellen Lieder ihrer Heimat mit neuen zeitgemäßen Kompositionen.

Ihre Songs entstehen aus der Improvisation, einzelne Stimmen werden geloopt, um weitere Gesangsparts hinzuzufügen.

Auf Inuktitut (Sprache der Inuit, die hauptsächlich im Territorium Nunavut gesprochen wird) bezeichnet „piqsiq“ einen Sturm, der so stark bläst, dass der Anschein entsteht, der Schnee würde wieder zurück in den Himmel fliegen.

Die Wurzeln von Tiffany und Inuksuk liegen in Kitikmeot und Kivalliq in der kanadischen Region Nunavut. Aufgewachsen sind sie in Yellowknife in den Northwest Territories, wo zwei Monate im Sommer 20 Stunden lang die Sonne scheint und sonst tiefe, winterliche Dunkelheit herrscht. Diese extremen Wetterbedingungen haben einen großen Einfluss auf die Musik von PIQSIQ.

Kehlkopfgesang der Inuit (Katajjaq)

Der Kehlkopfgesang der Inuit, auch Katajjaq genannt, ist eine musikalische Performance, die weltweit einzigartig ist. Beim Katajjaq stehen sich zwei Frauen gegenüber, die ohne Instrumentalbegleitung ein rhythmisch vertracktes Duett singen. Sie produzieren dabei Sounds, die besonders räumlich klingen und einen stereofonen Effekt haben. Genutzt wird das komplette Klanguniversum, was die Mundhöhle zu bieten hat: Geräusche, Töne, Wörter, Fantasiesprache ohne vordergründigen Sinn. Sie imitieren Laute von Tieren und Klänge aus der Natur. Sie erzählen mythische Geschichten und verfügen über ein immenses Repertoire an klanglichen Ausdrucksmöglichkeiten.

Kolonisierung Kanada

Das traditionelle „Throat singing“ (Kehlkopfgesang) und der rituelle Trommeltanz dienten der Unterhaltung und dem mythisch-religiösen Brauchtum, was von den Missionaren aber im Zuge der Kolonisierung bekämpft wurde. Bis in die 1960er Jahre war der Kehlkopfgesang und andere kulturelle indigene Praktiken verboten und unter Strafe gestellt. Ein großer Teil der traditionellen Inuit-Kultur war deshalb so gut wie ausgestorben.

Für PIQSIQ ist der traditionelle Kehlkopfgesang also nicht nur musikalischer Ausdruck, sondern auch ein politischer Akt der Dekolonisierung und kulturellen Wiederbelebung. Mit Respekt für die alten Traditionen, entwickeln sie ihren eigenen Stil und machen aus der Musik dieses einfallsreichen Volkes eine lebendige, sich verändernde, wachsende Kultur.

PIQSIQ und MU 無

PIQSIQIch habe Inuksuk und Tiffany während des INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL im Januar 2020 in Stuttgart kennengelernt und freue mich sehr, dass wir es geschafft haben, drei Stücke im Studio aufzunehmen. Ich bin gespannt auf weitere musikalische Abenteuer mit diesem außergewöhnlichen Duo.

Kayley Inuksuk Mackay
Hubl Greiner
Tiffany Kuliktana Ayalik

 

 

Kayley Inuksuk Mackay – Vocals, Kompositionen
Tiffany Kuliktana Ayalik – Vocals, Kompositionen

www.piqsiq.com

Hubl Greiner – Keys, Perc, Arrangements, Kompositionen

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Rupert Volz – Vocals

Bereits als 4-jähriger gerät Rupert Volz in den Bann der Musik. Er sang schon früh in einem Knabenchor und spielte Gitarre und Trompete in der elterlichen Gastwirtschaft. Nach einer Lehre als Steinmetz und Steinbildhauer gründet er zusammen mit Hubl Greiner die Kult-Band „THE BLECH“, mit der beide 15 Jahre lang rund um den Globus spielen. Der charismatische Sänger befreit sich früh von den Fesseln der populären Musikgenres. In seinem musikalischen Werk, das seine Persönlichkeit authentisch widerspiegelt, hat er einen ureigenen Ausdruck gefunden. Seit über 20 Jahren erforscht er zudem spirituelle und heilende Aspekte in der Musik.

„Seine virtuosen stimmlichen Kapriolen und sein unverwechselbarer Obertongesang versetzten selbst Uninteressierte in Erstaunen. Rupert Volz, steht für eine der stärksten Musikerpersönlichkeiten in den 80er Jahren.“ FAZ

www.rupert-volz.de

Paul Amrod – Keys

Als Jugendlicher sang Paul Amrod im Chor unter der Leitung von Leornard Bernstein. Später absolvierte er sein Meisterdiplom mit Schwerpunkt Komposition an der berühmten Juilliard School in New York. Er war viele Jahre als Pianist in der New Yorker Jazzszene tätig und spielte mit Janis Joplin, The Paul Butterfield Blues Band, NRBQ, Fred Wesley, Pee Wee Ellis, Maceo Parker etc.

www.amrod.de

 

PIQSIQ und MU 無 Hörbeispiele

 

Siehe auch MU 無